URBAN CYCLES

Ein Citizen Science Projekt zu nachhaltiger Düngung

In Berliner Gemeinschaftsgärten wird ein Recyclingdünger aus künstlichem Urin getestet. Gärtner*innen führen selbst Experimente durch und dokumentieren die Ergebnisse. Die Beobachtungen werden in Dialogrunden mit Forschenden gemeinsam ausgewertet.

Unsere Ziele

Kreislauf schließen

Menschlicher Urin enthält viele Nährstoffe, die verloren gehen indem wir sie die Toilette herunterspülen. Urin lässt sich allerdings in einen sicheren, schadstofffreien und wirksamen Recyclingdünger umwandeln – so können Nährstoffe zurück in den Kreislauf gebracht werden.

Interaktiv Wissen vermitteln

Citizen Science bedeutet: Bürger*innen (und in unserem Fall: Gärtnernde) forschen mit. Die Gärtnernden führen die Experimente durch, dokumentieren und werden in Gartensprechstunden begleitet. Beobachtungen werden in Dialogrunden gemeinsam mit Forschenden ausgewertet.

Dialog eröffnen

Aktuell ist die Anwendung von Recyclingdüngern aus menschlichem Urin (und/oder aus menschlicher Fäzes) weder in Deutschland noch in der EU in der Agrar- und Gartenbau-Praxis nicht möglich. Diese Dünger sind allerdings in der Wirkung vergleichbar mit anderen Mineraldüngern und verzeichnen gleichzeitig viel geringere Schwermetallbelastungen. Mit dem Urban Cycles Projekt wollen wir dementsprechend den gesellschaftspolitischen Dialog zur Zulassung und Förderung von Recyclingdüngern eröffnen.

Dünger aus Urin?

Für die sozial-ökologische Transformation ist eine zirkuläre Betrachtung der Dünger- und Nahrungsproduktion zentral. Eine wichtige Nährstoffressource ist menschlicher Urin, der sich in einen sicheren, schadstofffreien und wirksamen Recyclingdünger umwandeln lässt. 

In diesem Projekt und auf dieser Seite, möchten wir euch mehr über Urindünger beibringen!

Häufig gestellte Fragen

Wer sind wir?

Urban Cycles wird vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ ↗) in Großbeeren koordiniert. Unterstützt wird das Projekt vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR ↗) in Köln.

Was ist Citizen Science?

Citizen Science (übersetzt: „Bürger*innen Wissenschaft“) umfasst die aktive Beteiligung von Bürger*innen in verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses. Um mehr zu erfahren, klicke hier ↗

Warum macht ihr das?

Wir finden, dass der Einsatz eines urinbasierten Recyclingdüngers im Sinne der Kreislaufwirtschaft möglich sein soll. Mit diesem Projekt wollen wir nicht nur Gärtner*innen darüber informieren, sondern sie auch aktiv beteiligen lassen an dem Experiment, sodass man selbst beobachten kann, dass der Einsatz ein solches Düngers Sinn macht.

Um mehr über das Projekt, unsere Ziele und Motivation zu erfahren, klicke hier ↗

Darf ein Dünger aus menschlicher Urin benutzt werden?

Aktuell ist die Anwendung von Recyclingdüngern aus menschlichem Urin (und/oder aus menschlicher Fäzes) weder in Deutschland noch in der EU von existierenden rechtlichen Regelungen abgedeckt und somit in der Agrar- und Gartenbau-Praxis nicht möglich. Da wir dieses Projekt als Citizen Science Projekt betreiben, önnen wir hier rechtlich gesehen keinen Recyclingdünger aus menschlichem Urin verwenden.

Deswegen experimentieren wir (oder besser gesagt: Ihr) mit einem Dünger aus künstlichem Urin

Mehr Info zum Dünger findet ihr hier ↗

Das Urban Cycles Projekt wird durch einer Auszeichnung im im Hochschulwettbewerb ↗ ermöglicht.

Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD ↗) im Rahmen des Wissenschaftsjahres ausgerufen. In diesem Jahr lautet das Thema „Nachgefragt“ und passend dazu wurden 15 partizipative Projektideen ausgezeichnet.